
Kronen Zeitung
HOFFENHEIM-MATCHWINNER
Prass: Seltenes Glücksgefühl und Zoff mit den Fans
ÖFB-Teamspieler Alexander Prass war am Samstag bei Hoffenheims 4:2-Auswärtssieg in Heidenheim mit einem Doppelpack der Matchwinner. Nach dem Spiel äußerte sich der Ex-Sturm-Kicker über ein seltenes Glücksgefühl und eine vermeintliche Provokation der gegnerischen Fans.
„Es ist ja nicht so üblich für mich, zu treffen. Umso glücklicher bin ich, dass es mit einem Doppelpack geklappt hat“, sagte Prass in der Mixed Zone nach einem Hoffenheimer Sieg, der am Ende etwas wackelte, weil das Schlusslicht noch ordentlich Druck entwickelte.
Beim Stand von 3:1 aus TSG-Sicht hatte Heidenheim schon über den Anschlusstreffer durch Christian Joe Conteh gejubelt, doch der VAR kassierte den Treffer wegen Abseits ein. „Wenn das Tor zählt, dann brennt es nochmal richtig. Gut für uns, dass es dann zurückgenommen wurde“, so Prass über den letztendlich glücklichen Spielverlauf.
Man kann davon ausgehen, dass der erkrankte Christian Ilzer, der am Spielfeldrand von Co-Trainer Moritz Volz vertreten wurde, in der zweiten Halbzeit ob der „Nachlässigkeiten“ (O-Ton Prass) vor dem TV etwas nervös wurde. Wie fühlte sich die Partie ohne Cheftrainer auf der Bank an? „Während des Spiels ist es nicht die Riesenumstellung, wenn der Coach nicht da ist. Er kann ja nicht zu jedem Zeitpunkt, in jeder Minute eingreifen. Er hat uns eine nette Nachricht hinterlassen, die wurde vor der Abschlussbesprechung abgespielt“, verriet der Doppelpacker, der am Samstag seine Bundesligatore zwei und drei erzielte.
Fan-Provokation? Prass klärt auf
Für Wirbel hatte Prass nach seinem ersten Treffer gesorgt - sein Jubel vor der Heidenheimer Fantribüne und das Präsentieren eines Trikots von Teamkollege Ilhas Bebou, dessen Ehefrau eine Fehlgeburt erlitten hatte, war den Gästen sauer aufgestoßen.
„Nach dem Tor juble ich in deren Richtung, was aber absolut keine Provokation und nicht böse gemeint war. Danach wollten wir das Trikot von Ilhas herzeigen, damit die Fotografin unseres Medienteams ein gutes Bild machen kann. Wir wollten Ilhas und seiner Familie den Rücken stärken und zeigen, dass wir an ihn denken. Es gibt wichtigere Dinge als Fußball“, erklärte Prass seinen „Zoff“ mit den gegnerischen Fans.
Also alles nur ein Missverständnis, das angesichts der rasanten Partie letztlich schnell wieder vergessen war ...
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Bild: EPA/ANNA SZILAGYI














