
Kronen Zeitung
ALTACHS ERIC ORIE:
„Ich bin einer, der mit Fußball lebt und schläft“
Altach-Sportkoordinator Eric Orie schaut auf ein bewegtes Jahr zurück. Zwischenziele wurden erreicht, sagt der holländische Ex-Profi, der 2025 mit der „Krone“ Revue passieren ließ. Für das neue Jahr wünscht sich der 57-Jährige konstante Entwicklung – und vielleicht auch wieder einmal einen Urlaub.
Für Eric Orie geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Noch im Frühjahr war der Holländer beim FC Dornbirn als Trainer tätig, war in den turbulenten Jahren der Rothosen eine der wenigen Konstanten. „Es war ein schöner Abschied. Wir haben den VFV-Cup gewonnen und die Westliga im vorderen Drittel abgeschlossen. Wir sind durch dick und dünn gegangen und konnten das Kapitel positiv abschließen“, sagt Orie über die vier Jahre bei den Messestädtern.
Hunger nach mehr
Im Juni ging es schnell. Erst wurde der 57-Jährige noch als Sportdirektor bei Austria Lustenau ganz heiß gehandelt. Aber dann ging es in die Bundesliga – Altach verpflichtete Orie als Sportkoordinator, zusammen mit Sportdirektor Philipp Netzer leitet er seither den sportlichen Bereich bei den Rheindörflern. „Es war eine anstrengende Zeit, aber ich glaube, ich habe mich gut eingelebt“, schmunzelt der Ex-Profi. Sportlich kann er jedenfalls auf einen für Altach – im Vergleich zu den vergangenen Jahren – erfolgreichen ersten Teil der Saison schauen. Die Mannschaft ging als Neunter in die Winterpause, die Meistergruppe ist nicht außer Reichweite. „Zwischenziele wurden erreicht, aber das darf nicht reichen“, stellt Orie klar, „der Hunger nach mehr muss immer da sein.“ Was auch für ihn selbst gilt. „Ich bin einer, der mit Fußball lebt und schläft, ein Zurücklehnen gibt es nicht.“
Geht auch gar nicht, denn zum Jahresende kam den Altachern der Trainer abhanden – Fabio Ingolitsch wechselte zu Meister Sturm Graz. Was natürlich wieder Arbeit für die Sportchefs bedeutet. „Es kam nicht ganz überraschend. Wir wussten, dass Fabio sehr ehrgeizig ist und er nicht ewig in Altach bleiben würde. Ich hätte eher gedacht, dass es im Sommer passiert, aber nun ist es eine Bestätigung für unsere Arbeit“, sagt Orie.
Ein ruhiger Rutsch
Den Übergang ins neue Jahr wird er aber ruhig angehen lassen. „Die wilden Zeiten sind vorbei, wir werden das Jahr mit der Familie gemütlich ausklingen lassen“, lacht er, „aber meine Kinder haben dann später wohl noch andere Pläne.“ Für das neue Jahr wünscht er sich konstante Entwicklung. Und eventuell wieder einmal Urlaub, den letzten hatte er im Herbst 2024. „Geplant ist noch nichts, aber vielleicht geht sich ja was aus“, schmunzelt Orie.
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Bild: Peter Weihs/Kronenzeitung
Bild: SCR Altach/Selina Meier











